Projekt SINQ

Ältere Menschen im eigenen Zuhause sind oftmals auf Hilfe angewiesen. Während öffentlich fast ausschließlich über Gesundheits- und Pflegeleistungen diskutiert wird, umfasst der reale Bedarf viel mehr als das. Das Sauberhalten der Wohnung, Reparaturen und Umbauten, die Ernährung, die Mobilität und Hobbies – alles wird mit zunehmendem Alter beschwerlicher. Natürlich dafür gibt es selbstverständlich Angebote, aber ganz so einfach ist es dennoch nicht, denn:

  1. Bei der Suche nach Leistung und Dienstleister sind viele Dinge zu beachten. Welche Angebote gibt es in meinem Wohnquartier? Vertragen sich mit (m)einer Therapie? Passen sie zu mir? Welche davon werden gefördert oder übernommen und durch wen?
  2. Gerade Unterstützungsleistungen greifen oft ineinander. Damit der Kunde einen Nutzen davon hat, muss das Zusammenspiel klappen. Darum kümmern sich die Dienstleister jedoch nicht. Der Kunde muss sie anweisen, informieren und das Zusammenspiel organisieren.

Diese Aufgaben überfordern selbst Angehörige. Alleinstehende ältere Menschen haben es deshalb besonders schwer. Nicht selten ziehen sie sich immer weiter zurück und ertragen die Mängel, anstatt Hilfe zu suchen.

Eine bessere Abstimmung der Akteure wäre hier eine große Hilfe. Aber diese scheitert derzeit sowohl organisatorisch als auch rechtlich. Viele Dienstleister sind nicht darauf vorbereitet, ihre Leistung mit anderen abzustimmen. Abläufe – gerade im Gesundheits- und Sozialwesen, sind äußerst komplex und streng geregelt. Zudem müssten die Akteure auch persönliche und sensible Informationen über den Kunden austauschen, was nach geltendem Datenschutzrecht nur sehr eingeschränkt möglich ist.

Unser Ziel

Das Projekt SINQ will diese Informations- und Dienstleistungslücke durch eine IKT-Plattform schließen. Die Plattform vereinfacht die Suche nach Angeboten, vernetzt die die Akteure miteinander und Ambient Assisted Living-Systeme (AAL). Heutige Systeme können werden vor allem genutzt, um kritische Ereignisse zu erkennen und Hilfe holen. Aber ihr Potential ist weitaus größer. Sie könnten bspw. automatisiert Materialien nachbestellen, Haushaltsgeräte steuern, Bedarfe erkennen und vieles mehr. Dazu müssen sie jedoch in das bestehende Versorgungssystem integriert werden.

Den Betroffenen ermöglicht ein selbstbestimmtes und erfülltes Dasein in den eigenen vier Wänden. Dienstleistern und Akteuren ebnet SINQ den Weg ins digitale Zeitalter und schafft die Grundlage für innovative vernetzte Angebote.